Hey Leute, hier ist euer Otis!

Um es vorweg zu nehmen – es ist saukalt und der Garten ist mit so nem komischen weißen Zeugs voll, das nicht kalt sondern auch nass ist.

Aber der Reihe nach.

Frauchen meinte letzten Sonntag: So – nun sind die Feiertage vorbei. Feiertage! Also die Menschen haben schon komische Sitten.

Angefangen hat alles damit, das Frauchen zwar Urlaub hatte, aber das Auto, unsere Eli (das Mamut ;) ) weg war. Zum Schrauber, sagte Frauchen. Das hieß dann in der Siedlung laufen. Nix mit Feldern. Nach drei Tagen war Eli wieder da aber dann brach Hektik los, denn es war Weihnachten. Ich hab mal die Ältesten von uns gefragt, Joy, was das denn ist. Sie erklärte mir, das ein Baum in die Stube kommt und mit vielen Lichter behängt wird und mit Kugel, die KEINE Bälle sind. Nun Bälle interessieren mich eh nicht, aber Joy. Diese Bälle durfte sie aber nicht haben.

Weiter erklärte sie, das es meist lecker Essen gibt, nicht nur für die Menschen auch für uns gibt es was feines (na da bin ich ja bespannt. Vielleicht ein ganzes Steak???) naja und dann wars das eigentlich auch schon.

Was? Und dafür diese Hektik? Der Baum alleine war ja schon ne Enttäuschung. Das war gar kein Echter. Frauchen meinte für einen echten gibt sie nicht so viel Geld aus. Naja, schön anzusehen war er ja, so hell erleuchtet und dann die vielen Kugeln daran, die so schön glitzerten. Sie hat ihn mit Neles Papa Rainer geschmückt, der auch gekommen war. Dann gabs das leckere Essen. Dumm war nur, dass Frauchen uns in Schlafzimmer verbannt hat (psssst – weil die Weiber wieder so viel Dummheiten gemacht haben. So auf den Tisch gehen und solche Sachen. ICH brauch ja nur den Kopf zu heben und hab alles im Blick – kicher).  Viel gelaufen sind wir leider an diesem Tag auch nicht, weil einfach die Zeit zu knapp wurde. Aber lecker Fressi gabs, mit Garnitur!

Am nächsten Tag war dann eigentlich erst richtig Weihnachten. Frauchen ist eine richtig schöne große Runde mit Joy und mir gelaufen. Das tat richtig gut. Einen netten Jäger haben wir noch getroffen, der Frauchen viel von der Jagd mit seiner westfälischen Bracke erzählt hat. Er hat Frauchen gefragt, ob ich auch jage, aber das tu ich ja nicht mehr. Abends ist dann Rainer wieder nach Hause gefahren und wir haben es uns alle gemütlich gemacht.

Am zweiten Feiertag kam dann Anne mit Dirk und Jan zu uns. Anne hab ich lange nicht mehr gesehen. Frauchen hatte mal erzählt das sie mit dem Fahrrad gestürzt sei und nicht laufen könne. Sie humpelte auch, hat sich aber gaaanz doll gefreut uns zu sehen. Ich hab ihr einmal durchs Gesicht geschlappt, weil ich mich auch so gefreut habe. Obwohl wir am morgen laufen waren haben dann alle mit uns noch im Garten getobt. Das war ein toller Tag.

Ja und dann war Weihnachten auch schon wieder vorbei. Frauchen brauchte aber noch immer nicht arbeiten. Dafür kam Besuch. Ines kam mit ihrem Freund und Ansgar und dem Führer (der eigentlich Timmi heißt). Ines Freund wollte sich die Mädels anschauen. Aber ich hab ihnen die Show gestohlen. Martin, so heißt Ines Freund, ist ein wirklicher Riese und kam ich mir richtig klein vor. 

Am nächsten Tag hat Frauchen Ansgar und den Timmi schick gemacht hatte. Anschließend durften wir alle im Garten spielen. Das war klasse, ich lieeeebe ja kleine Hunde und Timmi ist schon echt ein toller Spielkamerad. Dann sind sie laufen gegangen, leider ohne mich.

Ja und dann kam der Tag, denn ich so schnell nicht vergessen werde. Joy war schon den ganzen Tag ziemlich unruhig. Als wir in den Felder waren hörten wir oft etwas knallen. Ich dachte erst dass da jemand jagt, denn genau so hörte sich das an. Joy meinte nur, das sei noch alles harmlos. Das würde erst noch richtig losgehen. Ich verstand nicht was sie meinte, doch als der Abend kam wurde es mir schnell klar. Die Menschen nennen diesen Tag SILVESTER, ich nenn ihn HORRORTAG. Es knallte kaum das es dunkel war unmittelbar ums Haus rum. Ich wusste gar nicht wohin ich mich verkriechen sollte. Frauchen war ziemlich böse, weil die jungen Männer einige Häuser weiter sogenannte Kanonenschläge in einer Tour zündeten. Immer wenn wir dachten jetzt ist es vorbei ging es wieder los. Frauchen und Rainer haben versucht mit zu beruhigen. Am liebsten wäre ich mit auf das Sofa geklettert, aber das mache ich nicht. Dann hätten ja Rainer und Frauchen gar keinen Platz mehr. Schließlich hat Frauchen mir Rescuetropfen gegeben. Die haben ein bisschen geholfen aber irgendwann ging’s dann richtig los. Frauchen hat uns ins Schlafzimmer getan, Rollos runter, Tür zu, damit wir das nicht so hörten. Aber die Knallerei war nicht zu überhören. Überall Blitze es und funkelnde Lichter leuchten am Himmel. Es dauerte eine ganze Weile bis das vorbei war und irgendwann bin ich dann auch ziemlich erschöpft eingeschlafen.

Am nächsten Tag war ich total fertig. Rainer ist früh mit uns raus gegangen und die Luft roch noch immer nach Rauch und überall lagen lange Stöcke im Garten und komische Plastikkappen. Frauchen ist wieder mit uns gelaufen und danach hab ich erstmal Schlaf nachgeholt.

Rainer blieb auch am Samstag noch da. Frauchen und er haben die Vogelvoliere eingepackt mit einer Folie, die so schöne Noppen hatte. Die knacken so schön, wenn man drauf biss. Dummerweise hab ich ein Stück der neuen Folie erwischt, da hat Frauchen mit mir ein bisschen geschimpft. Aber sie war nicht wirklich böse. Ich wunderte mich schon warum sie das machen, aber dann wurde es kalt – sch…. Kalt. Und diese weiße Zeugs kam vom Himmel, oder besser gesagt, kommt immer noch.

Frauchen ist nun wieder arbeiten und sie meinte pünktlich kommt der Schnee, also das weiße Zeugs. Sie schimpft ganz doll über das Wetter, weil bei den Vögeln und den Mümmelmännern alles einfriert. Also die Kälte macht mir nichts aus, ich lauf mich warm, aber das was die Menschen auf die Straße streuen, das ist ätzend im wahrsten Sinne des Wortes. Man tut das an den Pfoten weh. Frauchen läuft jetzt nur Wege, die nicht gestreut sind.

Na so ist nun wieder Alltag. Morgens früh raus, dann schön ausruhen und am Nachmittag einen schönen langen Spaziergang. Grad eben haben wir noch im Schnee getobt, das war klasse. Und nun will ich schlafen. Daher sag ich es jetzt mal wie die Zweibeiner: Ein schönes neues Jahr wünsche ich euch, mit viel Knochen und gutem Futter, schönen Spaziergängen und tollen Hundebekanntschaften.

Euer Otis.